{"id":7104,"date":"2016-06-08T13:17:41","date_gmt":"2016-06-08T18:17:41","guid":{"rendered":"https:\/\/iki-alliance.mx\/workshop-zu-agrarsektor-und-klimawandel-bedrohte-oder-bedrohliche-landwirtschaft\/"},"modified":"2017-10-31T12:22:21","modified_gmt":"2017-10-31T18:22:21","slug":"workshop-zu-agrarsektor-und-klimawandel-bedrohte-oder-bedrohliche-landwirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iki-alliance.mx\/en\/workshop-zu-agrarsektor-und-klimawandel-bedrohte-oder-bedrohliche-landwirtschaft\/","title":{"rendered":"Workshop zu Agrarsektor und Klimawandel: Bedrohte oder bedrohliche Landwirtschaft?"},"content":{"rendered":"<p>Der Agrar- und Lebensmittelsektor ist einer der Hauptverursacher der Treibahausgase (THG), die bekanntlich f\u00fcr den Klimawandel verantwortlich sind. Weltweit verursacht er 14% der THG-Emissionen und ist somit mit jenen des Transportsektors (13%) oder der Industrie (19%) vergleichbar. Andererseits machen ihn extreme Wetterereignisse besonders anf\u00e4llig und vulnerabel.<!--more--><\/p>\n<p>Sintflutartige Regenf\u00e4lle, \u00dcberschwemmungen oder auch D\u00fcrren und andere\u00a0Extremereignisse, die sich weltweit intensivieren, haben einen unmittelbaren Einfluss auf die Lebensmittelproduktion. Direkt betroffen sind folglich auch Lebensmittelsicherheit, Armut und das Wohlergehen der lokalen und l\u00e4ndlichen Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<figure id=\"attachment_4744\" aria-describedby=\"caption-attachment-4744\" style=\"width: 250px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-4744\" src=\"https:\/\/iki-alliance.mx\/wp-content\/uploads\/IMG_0857-250x187.jpg\" alt=\"Teilnehmer des Workshops\" width=\"250\" height=\"187\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4744\" class=\"wp-caption-text\">Teilnehmer des Workshops<\/figcaption><\/figure>\n<p>Um dieser Dualit\u00e4t zwischen einer bedrohlichen aber auch bedrohten Landwirtschaft die Stirn zu bieten, organisierten das Institut f\u00fcr technische Zusammenarbeit und Landwirtschaft (<a href=\"http:\/\/www.iica.int\/en\" target=\"_blank\">IICA<\/a>), die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Internationale Zusammenarbeit (<a href=\"https:\/\/www.giz.de\/de\/html\/index.html\" target=\"_blank\">GIZ<\/a>) GmbH gemeinsam mit dem mexikanischen Agrarministerium (<a href=\"http:\/\/www.gob.mx\/sagarpa\" target=\"_blank\">SAGARPA<\/a>) vom 7. bis 8. Juni 2016 einen Workshop zum Thema \u00a0&#8220;Agenda f\u00fcr Klimawandel und Nahrungsmittelproduktion&#8221; in Mexiko-Stadt.<\/p>\n<p>Die teilnehmenden Akteure aus dem \u00f6ffentlichem und privaten Sektor der Landwirtschafts \u2013 und Lebensmittelsektor identifizierten gemeinsam die Eckpunkte einer sektoriellen Agenda, die mit strategischen Antworten des Sektors im Hinblick auf den Klimawandel aufwarten konnte.<\/p>\n<p>Das erfolgreiche Ergebnis dieser zwei arbeitsreichen Tage war die Etablierung eines ersten Leitfadens und einer eigens ins Leben gerufenen Arbeitsgruppe, die in den kommenden Monaten an den definierten Arbeitsleitlinien, Zielen und Aktionen feilen und sie ausarbeiten wird. Gezeigt hat sich, dass nicht nur die Notwendigkeit besteht, die THG-Emissionen des Agrarsektors zu senken, sondern auch dessen Kapazit\u00e4ten bez\u00fcglich Anpassung und Resilienz zu steigern. Au\u00dferdem ist unabdingbar, dass intensiv in den verschiedenen Forschungsschwerpunkten kooperiert, inter- und intrainstitutionnelle Kooperation erh\u00f6ht, Kapazitationsma\u00dfnahmen der Zivilgesellschaft gest\u00e4rkt und Finanzierungsm\u00f6glichkeiten definiert werden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_4745\" aria-describedby=\"caption-attachment-4745\" style=\"width: 250px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-4745\" src=\"https:\/\/iki-alliance.mx\/wp-content\/uploads\/IMG_0862-250x187.jpg\" alt=\"Participantes del taller\" width=\"250\" height=\"187\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4745\" class=\"wp-caption-text\">Participantes del taller<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der Workshop wurde durch verschiedene Expertenbeitr\u00e4ge bereichert. Katia Marzall vom IICA teilte mit den Teilnehmern ihre Erfahrung der Agenda zum Klimwandel in Brasilien. Diese wird heute in 21 der 28 brasilianischen Bundesstaaten umgesetzt. \u00a0Die Notwendigkeit, alle involvierten Akteure f\u00fcr die gemeinsame Sache zu gewinnen und dauerhaft deren Unterst\u00fctzung zu erhalten, wurde auch von Tania L\u00f3pez Lee (<a href=\"http:\/\/www.un-redd.net\/\" target=\"_blank\">PNUMA-REDD+<\/a>) untermauert, die die Erfolgsschl\u00fcssel der costaricanischen Agenda f\u00fcr Klimawandel darlegte. Zudem wurden weitere internationale Initiativen diskutiert. Ra\u00fal Urteaga, Referatsleiter f\u00fcr Internationale Beziehungen des SAGARPA, pr\u00e4sentierte zum Beispiel die <a href=\"http:\/\/newsroom.unfccc.int\/lpaa-es\/agricultura\/unase-a-la-iniciativa-41000-suelos-para-la-seguridad-alimentaria-y-el-clima\/\" target=\"_blank\">Iniciativa 4 x 1000<\/a>, ein Projekt des franz\u00f6sischen Landwirtschaftministeriums, das organisches Material im Boden zu erh\u00f6hen versucht. Ausgetauscht wurde sich auch mit Akteuren der Klimaabteilung des mexikanischen Umweltministeriums (<a href=\"http:\/\/www.gob.mx\/semarnat\" target=\"_blank\">SEMARNAT<\/a>), was den Austausch und die Orientierung hin zu einem konstruktiven Angleichungsprozess bez\u00fcglich der Ziele im Bereich Anpassung an den Klimwandel vorantrieb. Dank der abwechslungsreichen Beitr\u00e4ge wurde ein kollektiver Reflexionsprozess hin zu einer eigenst\u00e4ndigen Agenda des mexikanischen Agrarsektors stimuliert.<\/p>\n<p>Was bleibt von diesem Workshop? Sicherlich der opitimische Kampfgeist diese ersten Fortschritte hin zu einer gemeinsamen Agenda fortzuf\u00fchren und die Dualit\u00e4t zwischen einer bedrohlichen und zugleich bedrohten Landwirtschaft aufzul\u00f6sen. Es bleibt die Vision hin zu einer freundschaftlich-vers\u00f6hnlichen Landwirtschaft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Agenda und Bericht des Workshops (Spanisch):<\/strong><\/p>\n<p>[wpfilebase tag=file id=461 \/]<\/p>\n<p>[wpfilebase tag=file id=455 \/]<\/p>\n<p><strong>Vortr\u00e4ge und Fotos:<\/strong><\/p>\n<p>[wpfilebase tag=browser id=111 \/]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Agrar- und Lebensmittelsektor ist einer der Hauptverursacher der Treibahausgase (THG), die bekanntlich f\u00fcr den Klimawandel verantwortlich sind. Weltweit verursacht er 14% der THG-Emissionen und ist somit mit jenen des Transportsektors (13%) oder der Industrie (19%) vergleichbar. 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