{"id":7080,"date":"2016-08-20T15:17:06","date_gmt":"2016-08-20T20:17:06","guid":{"rendered":"https:\/\/iki-alliance.mx\/vierter-regionalworkshop-zu-klimaprogrammen-mit-mexikanischen-bundesstaaten\/"},"modified":"2017-10-31T12:22:16","modified_gmt":"2017-10-31T18:22:16","slug":"vierter-regionalworkshop-zu-klimaprogrammen-mit-mexikanischen-bundesstaaten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iki-alliance.mx\/en\/vierter-regionalworkshop-zu-klimaprogrammen-mit-mexikanischen-bundesstaaten\/","title":{"rendered":"Vierter Regionalworkshop zu Klimaprogrammen mit mexikanischen Bundesstaaten"},"content":{"rendered":"<p>Mexiko hat sich ehrgeizige Klimaschutzziele gesetzt. Bis 2020 will das Land seine Treibhausgasemissionen um 30% gegen\u00fcber des Business as usual reduzieren und zudem schnellstm\u00f6glich die Vulnerabilit\u00e4t seiner Bev\u00f6lkerung und \u00d6kosysteme senken. Wie soll die Gesetzesvorgabe von 2012 in den Bundesstaaten umgesetzt werden? Das war Thema des vierten Regionalworkshops.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Nach einer Serie von <a href=\"\/giz?p=4364\" target=\"_blank\">drei erfolgreich absolvierten Regionalworkshops<\/a> mit Beginn im Februar\u00a0dieses Jahres, trafen sich zum vierten Mal sieben\u00a0mexikanische Bundesstaaten, das mexikanische Umweltministerium (<a href=\"http:\/\/www.gob.mx\/semarnat\" target=\"_blank\">SEMARNAT<\/a>), das \u00a0Nationale Institut f\u00fcr \u00d6kologie und Klimawandel (<a href=\"http:\/\/www.inecc.gob.mx\/\" target=\"_blank\">INECC<\/a>) und die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Internationale Zusammenarbeit (<a href=\"https:\/\/giz.de\/en\/html\/index.html\" target=\"_blank\">GIZ<\/a>) GmbH, um \u00fcber die konkrete Ausgestaltung der nationalen Zielsetzung zu diskutieren.<\/p>\n<figure id=\"attachment_5080\" aria-describedby=\"caption-attachment-5080\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/iki-alliance.mx\/wp-content\/uploads\/DSC_09612.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-5080\" src=\"https:\/\/iki-alliance.mx\/wp-content\/uploads\/DSC_09612.jpg\" alt=\"Teilnehmerin bei der Registrierung\" width=\"225\" height=\"150\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-5080\" class=\"wp-caption-text\">Teilnehmerin bei der Registrierung<\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: left;\">Ziel war es, die Entscheidungstr\u00e4ger der Bundesstaaten in der Entwicklung und Umsetzung ihrer bundesstaatlichen Klimaprogramme\u00a0fortzubilden. Als Anhaltspunkt und St\u00fctze diente hierbei die vom Nationalen Instiut f\u00fcr \u00d6kologie und\u00a0Klimawandel (INECC) und SEMARNAT entwickelten <em><a href=\"https:\/\/www.gob.mx\/cms\/uploads\/attachment\/file\/46558\/Elementos_m_nimos_para_la_elaboraci_n_de_Programas_de_Cambio_Clim_tico_de_las_Entidades_Federativas.pdf\" target=\"_blank\">Mindestelemente f\u00fcr die Erarbeitung von bundesstaatlichen Programmen zum Klimawandel<\/a> (ES)<\/em>. Entsprechend des Klimagesetzes von 2012 sind die mexikanischen Bundesstaaten aufgefordert, bundesstaatliche Klimaprogramme aufzusetzen. Diese variieren jedoch in ihrer Qualit\u00e4t und Struktur. Hier setzen die Mindestelemente an und schaffen eine bessere Vergleichbarkeit und Systematisierung der Programme.<\/p>\n<p><strong>Politikdesign: Welche Ma\u00dfnahmen?<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_5132\" aria-describedby=\"caption-attachment-5132\" style=\"width: 250px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-5132 size-medium\" src=\"https:\/\/iki-alliance.mx\/wp-content\/uploads\/Din\u00e1mica1-250x166.jpg\" alt=\"Din\u00e1mica\" width=\"250\" height=\"166\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5132\" class=\"wp-caption-text\">Teilnehmer des Workshops<\/figcaption><\/figure>\n<p>Wird auf subnationaler Ebene ein Klimaprogramm entwickelt, ist f\u00fcr Entscheidungstr\u00e4ger vor allem relevant, welches die spezifischen Herausforderungen sind und mit welchen Ma\u00dfnahmen man diesen am besten begegnen kann. Klimaspezifische Probleme im n\u00f6rdlichen Bundesstaat Chihuahua, der mit D\u00fcrreperioden und Hitzewellen zu k\u00e4mpfen hat, unterscheiden sich grundlegend von der Ausgangslage in Chiapas, dem s\u00fcdlichsten der 32 mexikanischen Bundesstaaten, in dem \u00dcberschwemmungen eine gro\u00dfe Rolle spielen. Auch Emissionsprofile sind sehr unterschiedlich und h\u00e4ngen beispielsweise von industriellen Aktivit\u00e4ten und Bev\u00f6lkerungsdichte ab. Experten von SEMARNAT, INECC und GIZ stellten daher Ans\u00e4tze vor, wie kontextspezifische und auf die Bundesstaaten zugeschnittene Politikma\u00dfnahmen konzipiert und priorisiert werden k\u00f6nnen. In Gruppenarbeiten, aufgeteilt nach Bundesstaat, wurden diese Ans\u00e4tze und Instrumente praktisch angewandt. Leitfragen, um eine robuste Diagnostik aufzustellen, die wiederum erst die Auswahl relevanter Ma\u00dfnahmen erlaubt , waren unter anderem: Welcher Sektor ist im Bundesstaat vom Klimawandel besonders betroffen? Was ist die Ursache des Problems und welche erfolgreichen Aktivit\u00e4ten wurden bereits durchgef\u00fchrt?<\/p>\n<p><strong>Minderung: Wie kontrollieren und messen?<\/strong><\/p>\n<p>Eine gut definierte Ma\u00dfnahme zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass sie messbar und nachpr\u00fcfbar ist. Nur dann k\u00f6nnen im Policyzyklus die Wirkungen der Politiken nachverfolgt werden. Das Orientierungsdokument von INECC und SEMARNAT empfiehlt daher ein System zur Messung, Berichterstattung und Verifizierung (MRV) von Minderungsma\u00dfnahmen bzw. das Monitoring und die Evaluierung (M&amp;E) von Anpassungsma\u00dfnahmen. Die GIZ pr\u00e4sentierte in diesem Zusammenhang Herangehens- und Arbeitsweisen eines Erfolgsbeispiels in Veracruz. Veracruz war im Dezember 2015 der<a href=\"\/giz?p=4249\" target=\"_blank\"> erste mexikanische Bundesstaat, der mit Unterst\u00fctzung der GIZ ein System \u00a0f\u00fcr MRV bzw. M&amp;E<\/a> eingef\u00fchrt hat.<\/p>\n<p><strong>Anpassung: Was hat Priorit\u00e4t?<\/strong><\/p>\n<p>Im Bereich Anpassung sind Mess- und Kontrollierbarkeit weniger leicht durchzuf\u00fchren. Dies liegt unter anderem daran, dass die Ma\u00dfnahmen schwieriger quantifizierbar sind, ihr Erfolg erst auf lange Sicht erkennbar ist und ihr multifaktorieller Charakter die Messung verkompliziert. Die Messung von Vulnerabilit\u00e4t ist komplex. Trotzdem existieren Systeme zum Monitoring und Evaluierung (M&amp;E), mit denen die Teilnehmer vetraut gemacht wurden. Au\u00dferdem erprobten sie in interaktiven Gruppenarbeiten die von SEMARNAT und GIZ entwickelte <a href=\"\/giz?p=4428\" target=\"_blank\"><em>Methodik zur Priorisierung von Anpassungsma\u00dfnahmen<\/em><\/a>.<\/p>\n<figure id=\"attachment_5131\" aria-describedby=\"caption-attachment-5131\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-5131\" src=\"https:\/\/iki-alliance.mx\/wp-content\/uploads\/Gruppenbild3.jpg\" alt=\"Gruppenfoto\" width=\"600\" height=\"399\" srcset=\"https:\/\/iki-alliance.mx\/wp-content\/uploads\/Gruppenbild3.jpg 600w, https:\/\/iki-alliance.mx\/wp-content\/uploads\/Gruppenbild3-360x239.jpg 360w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-5131\" class=\"wp-caption-text\">Gruppenfoto<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong><em>Lessons learnt<\/em><\/strong><strong>: Erfolgsfaktor Kooperation<\/strong><\/p>\n<p>Untermauert wurde das dreit\u00e4gige Programm von Erfahrungen anderer klimarelevanter Programme. Fernando Camacho von der Nationalen Kommission der Naturschutzgebiete (CONANP) pr\u00e4sentierte ein Beispiel aus dem Bundesstaat Nayarit, in welchem mithilfe der indigenen Bev\u00f6lkerung K\u00fcstenabschnitte und deren Mangrovenw\u00e4lder gesch\u00fctzt werden. Ruth Reyna Cama\u00f1o vom Umweltministerium Nuevo Le\u00f3n stellte Erfahrungen mit einer M\u00fclldeponie in Monterrey vor, bei der das emittierte Methan erfolgreich als Bioenergie genutzt wird. Zentraler Erfolgsfaktor bei vielen der Projekte ist Kooperation und Dialog mit allen relevanten Akteuren. Kernherausforderung bleibt in nahezu allen Bundesstaten das Fehlen finanzieller Mittel. Hierzu gab die Interamerikanische Entwicklungsbank (<a href=\"http:\/\/www.iadb.org\/es\/banco-interamericano-de-desarrollo,2837.html\" target=\"_blank\">BID<\/a>), die 30% ihrer Mittel dem Klimaschutz widmet, praktische Anwendungshinweise.<\/p>\n<p>Der dreit\u00e4gige Workshop war ein wichtiger Wegbereiter auf dem Weg zur Implementierung der nationalen Klimapolitik Mexikos und fand vom 17. bis 19. August 2016 in Mexiko-Stadt statt. Er wurde von SEMARNAT, INECC und der GIZ organisiert.<\/p>\n<p><strong>Agenda und Bericht des Workshop (ES):<\/strong><\/p>\n<p>[wpfilebase tag=file id=662 \/]<\/p>\n<p>[wpfilebase tag=file id=663 \/]<\/p>\n<p>[wpfilebase tag=file id=674 \/]<\/p>\n<p><strong>Pr\u00e4sentationen (ES):<\/strong><\/p>\n<p>[wpfilebase tag=browser id=141 \/]<\/p>\n<p><strong>Fotos:<\/strong><\/p>\n<p>[wpfilebase tag=file id=673 \/]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mexiko hat sich ehrgeizige Klimaschutzziele gesetzt. 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