{"id":6104,"date":"2017-07-10T03:38:43","date_gmt":"2017-07-10T08:38:43","guid":{"rendered":"https:\/\/iki-alliance.mx\/?p=6104"},"modified":"2018-04-02T12:25:37","modified_gmt":"2018-04-02T17:25:37","slug":"ein-optimaler-carbon-pricing-policy-mix-zur-erreichung-der-mexikanischen-minderungsziele","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iki-alliance.mx\/de\/ein-optimaler-carbon-pricing-policy-mix-zur-erreichung-der-mexikanischen-minderungsziele\/","title":{"rendered":"Ein optimaler Carbon Pricing Policy Mix zur Erreichung der mexikanischen Minderungsziele?"},"content":{"rendered":"<p>Instrumente zur Bepreisung von CO2 (Carbon Pricing) k\u00f6nnen einen gro\u00dfen Beitrag zur Minderung von Treibhausgasen leisten. Im Jahr 2014 wurde in Mexiko bereits eine CO<sub>2<\/sub> Steuer eingef\u00fchrt und der Beginn eines Emissionshandelssystems ist f\u00fcr 2018 geplant. Um zu analysieren, wie beide Instrumenten sinnvoll miteinander verkn\u00fcpft und aufeinander abgestimmt werden k\u00f6nnen, wurde eine Analyse verschiedener Politikszenarien durchgef\u00fchrt. \u00a0<!--more--><\/p>\n<p>Mexiko ist einer der zehn gr\u00f6\u00dften Treibhausgasemittenten, und setzt aktuell wichtige Schritte auf dem Weg hin zu einer kohlenstoffarmen aber wettbewerbsf\u00e4higen Wirtschaft um. Der rechtliche Rahmen f\u00fcr Energie und Klima entwickelt sich stetig hin zu mehr Nachhaltigkeit, Wettbewerbsf\u00e4higkeit und Versorgungssicherheit. Als ein Instrument zur Etablierung einer kohlenstoffarmen Wirtschaft erhebt Mexiko seit drei Jahren eine CO<sub>2<\/sub>-Steuer und plant mit einer ersten Pilotphase nun die Implementierung eines Emissionshandelssystems in 2018.<\/p>\n<p>Um herauszufinden, wie die zwei Carbon Pricing Instrumente \u2013 das eine preisbasiert, das andere mengenbasiert \u2013 miteinander interagieren, wurde das Massachusetts Institute of Technology (MIT) beauftragt, verschiedene Optionen eines Carbon Pricing-Mixes zu analysieren. Ziel der Studie ist es, eine optimale Kombination zwischen einer CO<sub>2<\/sub> Steuer und einem Emissionshandelssystem zu finden, die die Emissionsminderung st\u00e4rkt, aber gleichzeitig wirtschaftlich effizient ist. Mit \u00a0dieser Studie sollen politische Entscheidungsprozesse zur Umsetzung des Emissionshandelssystems unterst\u00fctzt werden. Als politische Partner fungierten sowohl das mexikanische Umweltministerium (<a href=\"http:\/\/www.gob.mx\/semarnat\" target=\"_blank\">SEMARNAT<\/a>), als auch das Finanzministerium (<a href=\"http:\/\/www.gob.mx\/shcp\" target=\"_blank\">SHCP<\/a>).<\/p>\n<p>Die Hauptergebnisse der Analysen sind:<\/p>\n<ul>\n<li>Als klimapolitisches Instrument sind weder festgelegte Preise durch eine CO<sub>2<\/sub>-Steuer, noch Emissionsobergrenzen durch ein Emissionshandelssystem dem jeweils anderen Ansatz \u00fcberlegen. Unter Ber\u00fccksichtigung wirtschaftlicher Vorteile bei Unsicherheit und politischer Rahmenbedingungen k\u00f6nnen trade-offs zwischen dem einen und dem anderen Instrument abgeschw\u00e4cht werden, wenn ein Hybridansatz gew\u00e4hlt wird.<\/li>\n<li>Eine Kombination aus Emissionshandel und CO<sub>2<\/sub>-Steuer kann Synergien schaffen, wenn beide Instrumente angemessen aufeinander abgestimmt sind. Um ein Leakage zwischen beiden Instrumenten zu vermeiden, ist es wichtig, dass die Anwendungsbereiche der Steuer mit dem einhergehenden Handelssystem gleich sind oder dar\u00fcber hinausgehen.<\/li>\n<li>Aufgrung der Synchronit\u00e4t und \u00e4hnlichen Anwendungsrahmen der beiden Instrumente, sind verschiedene koordinierte Kombinationen m\u00f6glich: als Flexibilisierungsoption, \u00dcbergangsregelung oder als Preisregulierungssystem.<\/li>\n<li>Internationale Erfahrungen zeigen, dass die Kombination beider Instrumente zu mehr Flexibilit\u00e4t f\u00fchrt und von betroffenen Unternehmen und Organisationen pr\u00e4feriert wird. Der Hybrid-Ansatz kann zudem dazu beitragen, extreme Preisschwankungen und \u00fcberm\u00e4\u00dfige Volatilit\u00e4t im Kohlenstoffmarkt \u00a0zu mindern und negative Auswirkungen (z.B. eingeschr\u00e4nkte Rationalit\u00e4t in Investitionsentscheidungen und \u201ecarbon lock-in\u201c) zu vermeiden..<\/li>\n<li>Mexiko ist auf einem guten Weg, sein 2030-Ziel, 22% der Treibhausgase gegen\u00fcber dem business as usual zu reduzieren, zu erreichen. Sollte sich \u00a0Mexiko daf\u00fcr entscheiden dieses nicht konditioniertes Ziel mit Hilfe eines Emissionshandelssystems erreichen zu wollen, k\u00f6nnte der Kohlenstoffpreis 2030 bei MXN 74\/tCO2e\u00a0 (USD 3\/tCO<sub>2<\/sub>e\u00a0) liegen. Wenn Emissionen weiter auf 26% unter dem Business as Usual reduziert werden sollten, k\u00f6nnte der Kohlenstoffpreis in 2030 bei MXN 495\/tCO2e\u00a0 (USD 23\/tCO2e\u00a0) liegen.<\/li>\n<li>Mexiko k\u00f6nnte ein Emissionshandelssystem einf\u00fchren und weiterhin stabile Einnahmen durch eine CO<sub>2<\/sub>-Steuer\u00a0\u00a0generieren. Je nach Steuersatz und Zertifikatspreis k\u00f6nnten die Einnahmen den aktuellen CO<span style=\"font-size: 12px;\">2<\/span>-Steuereinnahmen entsprechen, auch wenn Gratis-Zuteilung im Rahmen des Emissionshandels erfolgen sollte.<\/li>\n<li>Die Unsicherheitsanalyse dieser Studie weist auf eine 25%-ige Wahrscheinlichkeit hin, dass ein Emissionshandelssystem zu einem Kohlenstoffpreis von MXN 21\/tCO2e\u00a0 (USD 1\/tCO2e\u00a0) oder weniger f\u00fchren wird. Ein Hybridansatz mit einer weiterhin bestehenden CO<sub>2<\/sub>-Steuer w\u00fcrde das Risiko f\u00fcr negative Auswirkungen verringern sowie einen R\u00fcckgang \u00f6ffentlicher Steuereinnahmen verhindern.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die komplette Studie k\u00f6nnen Sie hier herunterladen:<\/p>\n<p>[wpfilebase tag=file id=846 \/]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Instrumente zur Bepreisung von CO2 (Carbon Pricing) k\u00f6nnen einen gro\u00dfen Beitrag zur Minderung von Treibhausgasen leisten. Im Jahr 2014 wurde in Mexiko bereits eine CO2 Steuer eingef\u00fchrt und der Beginn eines Emissionshandelssystems ist f\u00fcr 2018 geplant. 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