{"id":6099,"date":"2017-06-15T02:33:36","date_gmt":"2017-06-15T07:33:36","guid":{"rendered":"https:\/\/iki-alliance.mx\/?p=6099"},"modified":"2018-04-02T12:26:01","modified_gmt":"2018-04-02T17:26:01","slug":"vorbereitung-eines-emissionshandelssystems-in-mexiko-erfahrungen-aus-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/iki-alliance.mx\/de\/vorbereitung-eines-emissionshandelssystems-in-mexiko-erfahrungen-aus-deutschland\/","title":{"rendered":"Vorbereitung eines Emissionshandelssystems in Mexiko \u2013 Erfahrungen aus Deutschland"},"content":{"rendered":"<p>Zur Erreichung seiner Klimaziele pr\u00fcft Mexiko als eines von verschiedenen Instrumenten derzeit die Einf\u00fchrung eines Emissionshandelssystems. F\u00fcr den Erfolg und die Wirkung dieses Instruments ist die Zusammenarbeit verschiedener Akteure des \u00f6ffentlichen und privaten Sektors unabdinglich. Anl\u00e4sslich des Besuchs einer deutschen Expertendelegation wurden die notwendigen Schritte zur Entwicklung und Umsetzung eines solchen Systems mit Stakeholdern des \u00f6ffentlichen und privaten Sektors diskutiert.<!--more--><\/p>\n<p>Mexiko plant die Einf\u00fchrung eines Emissionshandelssystems als kosteneffizientes Instrument zur Erreichung seiner Klimaziele (NDC). Emissionshandelssysteme (auch bekannt als Emissions Trading Systems oder ETS) beruhen auf dem \u201eCap and Trade\u201c Grundsatz, bei dem die Regierung einen THG-Emissionsgrenzwert (\u201eCap\u201c) festlegt und Unternehmen innerhalb dieser Grenzen Emissionsberechtigungen erhalten, kaufen und verkaufen (\u201etrade\u201c) k\u00f6nnen. Durch dieses Prinzip werden Emissionen dort reduziert, wo es am kosteneffizientesten ist. F\u00fcr den Erfolg eines solchen Systems ist die Zusammenarbeit der zentralen Akteure aus dem privaten und \u00f6ffentlichen Sektor unabdinglich.<\/p>\n<p>In den n\u00e4chsten 13 Monaten wird eine erste Pilotphase des mexikanischen ETS entwickelt und gestartet. Aufgrund der langj\u00e4hrigen Erfahrung Deutschlands mit dem europ\u00e4ischen Emissionshandelssystem (EU-ETS), unterst\u00fctzt Deutschland Mexiko bei dem Aufbau seines Emissionshandelssystems. Im Rahmen dieser Beratungen, fand ein Expertenfr\u00fchst\u00fcck, ein technischer Workshop und bilaterale Gespr\u00e4chen mit zentralen Akteuren aus dem Energie-, Finanz- und Wirtschaftssektor, dem \u00f6ffentlichen und privaten Sektor und der Zivilgesellschaft statt. . Ziel war es, n\u00e4chste Schritte und technische Details f\u00fcr die Entwicklung eines ETS zu besprechen und verschiedene Erfahrungen und Perspektiven auszutauschen.<\/p>\n<p>Im Rahmen des Fr\u00fchst\u00fccks wurden Erfahrungen zwischen beiden L\u00e4ndern und den Akteuren aus dem \u00f6ffentlichen und privaten Sektor, sowie der Zivilgesellschaft diskutiert. Juan Carlos Arredondo, Klimaabteilungsleiter des mexikanischen Umweltministeriums (SEMARNAT), pr\u00e4sentierte die gr\u00f6\u00dften Herausforderungen der Umsetzung eines mexikanischen ETS in den kommenden Monaten und Jahren. Auf der Grundlage internationaler Erfahrungen, stellte er die Kernelemente eines ETS vor. Zu diesen geh\u00f6ren Themen wie zum Beispiel die sektorale Abdeckung des Systems, das Cap-Setting, die Zuteilung von Emissionsberechtigungen, Mechanismen zur Flexibilit\u00e4t (Offsets und zeitliche Flexibilit\u00e4t), Instrumente zum Preismanagement, Vollzug und Sanktionen, die Beteiligung von Stakeholdern, die Verkn\u00fcpfung (Linking) mit anderen M\u00e4rkten und die Umsetzung, Evaluierung und Verbesserung des Systems.<\/p>\n<p>Experten der Deutschen Emissionshandelsstelle (<a href=\"https:\/\/www.dehst.de\/EN\/home\/home_node.html\" target=\"_blank\">DEHSt<\/a>) teilten ihre zehnj\u00e4hrigen Erfahrungen mit dem EU-ETS \u00a0und hoben die Rolle des EU-ETS bei der Entkopplung der Treibhausgase in der industriellen Produktion hervor. Des Weiteren wurde die Bedeutung der Zusammenarbeit und Beteiligung aller Interessensgruppen f\u00fcr die Legitimit\u00e4t des Systems betont. In Deutschland wird die Teilnahme relevanter Stakeholder im Rahmen einer Arbeitsgruppe bestehend aus verschiedenen politischen Institutionen auf Bundes- und Staatsebene, dem Privatsektor und der Zivilgesellschaft sichergestellt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des technischen Workshops wurde unter anderem die Rolle des mexikanischen Emissionsregisters (<a href=\"http:\/\/www.gob.mx\/semarnat\/acciones-y-programas\/registro-nacional-de-emisiones-rene\" target=\"_blank\">RENE<\/a>) und der j\u00e4hrlichen Emissionsberichte als Vorbereitung und Grundlage eines ETS diskutiert. Zudem wurden die notwendige technische Infrastruktur f\u00fcr ein Handelsregister sowie Lernerfahrungen aus der Einbindung von Stakeholdern diskutiert.<\/p>\n<p>Das Expertenfr\u00fchst\u00fcck, der Workshop und die bilateralen Gespr\u00e4che wurden von dem mexikanischen Umweltministerium (<a href=\"http:\/\/www.gob.mx\/semarnat\" target=\"_blank\">SEMARNAT<\/a>) in Zusammenarbeit mit der <a href=\"\/giz?page_id=366\" target=\"_blank\">Deutsch-Mexikanischen Klimaallianz<\/a> der <a href=\"https:\/\/www.giz.de\/de\/html\/index.html\" target=\"_blank\">GIZ <\/a>im Auftrag des Bundesministeriums f\u00fcr Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) organisiert. Diese fanden zwischen dem 12. und 15. Juni 2017 anl\u00e4sslich des Besuchs einer Expertendelegation von BMUB und der DEHSt statt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Erreichung seiner Klimaziele pr\u00fcft Mexiko als eines von verschiedenen Instrumenten derzeit die Einf\u00fchrung eines Emissionshandelssystems. F\u00fcr den Erfolg und die Wirkung dieses Instruments ist die Zusammenarbeit verschiedener Akteure des \u00f6ffentlichen und privaten Sektors unabdinglich. 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